GESCHICHTE VERPFLICHTET
WAS UNS ANTREIBT

Als weltweit führendes unabhängiges Engineering-Unternehmen schreiben wir täglich Geschichte. Und das seit 50 Jahren. Welche Bedeutung hat ein solches Jubiläum für einen Technologieentwickler der immer in Richtung automobile Zukunft schaut? Einsichten und Ausblicke von unserem CEO Cosimo De Carlo.

Als CEO haben Sie die Aufgabe, das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Nun haben Sie es aber erst einmal mit der Vergangenheit zu tun: 50 Jahre EDAG. Was bedeutet dies für Sie?

Cosimo De Carlo: Als jemand, der selbst noch keine 50 ist, schaue ich mit großem Respekt auf diese lange Unternehmensgeschichte. Es gibt kaum Technologiedienstleister, die über ein halbes Jahrhundert ihre Erfolgsstory fortschreiben konnten. Es ist gut und wichtig, an diesem Meilenstein innezuhalten und zu reflektieren, wo wir herkommen, was wir bereits erreicht haben und was all dies für unseren Weg in die Zukunft bedeutet. Nicht nur allein aus einem nostalgischen Gefühl heraus, sondern mit Stolz auf das Geleistete und aus purer Lust aufs Weiterführen des EDAG-Spirits. Gerade jetzt, wo die Automobilbranche vor epochalen Veränderungen steht.

Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, gilt ja bekanntlich als schlechte Option. Erst recht, wenn der Wind der Veränderung und der Transformation weht. Wie ist EDAG dafür gerüstet?

Cosimo De Carlo: Frei nach Bernhard Shaw lässt sich sagen: Wir sind nicht einfach gut, weil wir alt geworden sind, sondern wir werden älter, weil wir einfach gut sind.
Die Automobilbranche steht vor fundamentalen, disruptiven Umbrüchen. Die durch die Digitalisierung und Globalisierung in Gang gesetzte Transformation von automobilen Technologien, von Märkten und Produktionsweisen ist im Grunde ganz EDAG-like. Wir haben das Know-how, das Tempo und die Agilität, um die geforderten Innovationen rund um die Digitalisierung, die E-Mobilität und die Konnektivität bis zum autonomen Fahren für und mit unseren Kunden zu entwickeln.

Was erwarten die Kunden?

Cosimo De Carlo: Viele Kunden sehen sich in einem Dilemma. Sie müssen einerseits ihr Portfolio evolutionär weiterentwickeln und gleichzeitig Disruptionen ermöglichen, die tief in ihre Geschäftsmodelle und in ihre Prozesse hineinwirken. Das ist für sie ein oft schwieriger Balance-Akt, bei dem wir um Rat und Unterstützung in der Entwicklung gefragt werden. Wir haben in unserer Geschichte gezeigt, dass wir technologische Innovationen nicht reaktiv, sondern proaktiv angehen. So können wir vorausschauend Mobilitätskonzepte neu und umdenken und so mit unseren Kunden tragfähige Konzepte für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft entwickeln. Dass EDAG als einer der weltweit größten unabhängigen Ingenieurdienstleister heute in der Lage ist, Autos komplett selbst zu entwickeln, stärkt das Vertrauen unserer Kunden in uns, wenn es für sie darum geht, Leistungen effektiv und effizient outzusourcen, um damit den notwendigen Ausbau des eigenen Angebotsportfolios schnell und zuverlässig voranzubringen. Das ist Win-win für beide Seiten.

Am Anfang von EDAG stand vor 50 Jahren ein kleines „Konstruktionsbüro“. 2019 beschäftigt EDAG über 8.600 Mitarbeiter und ist als Global Player etabliert. Welche Rolle spielt der Mensch in dieser Erfolgsstory?

Cosimo De Carlo: Menschen, die sich wie damals die Gründer für die Zukunft der Automobilität begeistern, waren, sind und bleiben das entscheidende Kraftzentrum im EDAG-Kosmos. Als CEO sehe ich es daher als eine meiner wichtigsten Aufgaben an, gerade in Zeiten der Umbrüche die Mitarbeiter zu inspirieren und ihnen immer wieder neue Wege des Miteinanders und der konsequenten Zielorientierung aufzuzeigen. Das geht nur in starken Teams, die mehr denn je in der Lage sind, transversal zu denken, sich mit anderen Disziplinen zu vernetzen, Silodenken und Ressort-Egoismen hinter sich zu lassen und in einer Kultur der Offenheit, des Vertrauens und der gegenseitigen Wertschätzung zu kooperieren. Klassische hierarchische Organisationen sind schon heute von gestern, sie werden mit Sicherheit morgen komplett anders aussehen. Dafür braucht es ein neues Mindset, das weiterwirkt. Von netzwerkenden Menschen zu netzwerkenden Unternehmen. Nur dann werden wir Schritt halten mit einer sich immer schneller drehenden Welt.

Wie geht es weiter? Wie sollte idealerweise die Welt zum 75. Jubiläum auf EDAG schauen?

Cosimo De Carlo: Wie die Automobilwelt in 25 Jahren aussehen wird, lässt sich nicht vorhersagen. Fest steht allein, dass sie sich massiv verändern wird. Und das schon sehr bald. Es wird dabei in der Automobilindustrie Gewinner und Verlierer geben. Ich bin mir aber ganz sicher, dass EDAG bei dieser Transformation eine sehr wichtige Rolle spielen wird und dass wir mit unseren Ideen und unserer historischen Erfahrung die entscheidenden Weichen stellen werden. Unser wichtigstes Asset sind dabei die EDAG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit all ihrem Wissen und all ihrer Motivation, diese Zukunft mitzugestalten. Deswegen ist mir nicht bange um das, was kommt. Im Gegenteil: Ich freue mich drauf. Es sind spannende Zeiten, die uns einladen, weiter Geschichte zu schreiben.

Die EDAG hat ja stets mit ihren Concept Cars in die Zukunft geschaut? Was erwartet uns in diesem Jahr?

Cosimo De Carlo: Im Jubiläumsjahr 2019 bereiten wir für die IAA 2019 einen „Big Bang“ vor, mit dem wir die Branche in Frankfurt überraschen werden. Im neuen Konzept, haben wir den EDAG #collectivio (2017) weiterentwickelt und die Idee von schwarmintelligenten Roboterfahrzeugen in den urbanen Lebens- und Arbeitsraum übertragen. Das Ergebnis: Ein vernetztes Robotertriebfahrzeug, das dank zahlreicher Anhänger- und Rucksackmodule alle Transport – und Arbeitssituationen im urbanen Bereich meistern kann und zudem 24/7 in Bewegung ist. Multimodal, multifunktional und höchst effizient. So stellen wir uns die Lösung für die zukünftige Mobilität und die Revolution des Produktes „Automobil“ vor.

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